Jetzt wo du weißt, dass dein Beckenboden wahrscheinlich dauerhaft angespannt ist, was sind die nächsten Schritte?
Klassisches Kegeltraining, wie man es beim Thema Beckenboden empfohlen bekommt, ist hier nicht der richtige Weg. Es kann die Beschwerden sogar noch verschlimmern.
Warum? Das klassische Kegeltraining zielt auf folgendes ab: anspannen und halten. Das kann deine Beschwerden aber sogar noch verschlimmern, da wir ja eben gesehen haben, dass gerade das Entspannen und Lösen der Dauerspannung bei Endometriose oft nicht möglich ist.
Deshalb ist die folgende Reihenfolge viel wichtiger:
Zuerst solltest du lernen, überhaupt wahrnehmen zu können, ob dein Beckenboden gerade angespannt ist oder nicht.
Klingt banal, ist es aber nicht nach Jahren mit chronischen Schmerzen hat dein Körper gelernt, die Signale aus dem Beckenbereich auszublenden.
Dann solltest du lernen, den Muskel zu entspannen, bevor du ihn kräftigst.
Über Atemtechniken, gezielte Dehnpositionen und angepasste Übungen. Aber: Die Reihenfolge und Dosierung sind entscheidend.
Zu früh dehnen kann die Beschwerden verstärken, zu schnell kräftigen bringt dich zurück an den Anfang.
Deshalb sollte erst danach gezielter Aufbau der Beckenbodenmuskulatur folgen. Aber nicht nach dem Standard-Beckenbodentraining, das du vielleicht kennst, sondern angepasst an einen hypertonen Beckenboden.
In Verbindung mit Atmung, der Rumpfmuskulatur und deinem individuellen Spannungsniveau.
Das kannst du dir theoretisch selbst zusammensuchen.
Einzelne Übungen findest du online. Aber die ehrliche Antwort ist: Ohne eine klare Struktur, was zuerst kommt, wie lange du was machen solltest, wann der nächste Schrittkommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du entweder zu früh das Falsche machst oder mittendrin aufhörst, weil du nicht weißt, ob du auf dem richtigen Weg bist.
Und genau dafür gibt es eine Lösung, die nicht nur strukturiert ist, sondern auch von deiner Krankenkasse unterstützt wird.
Kommentare
Schreibe einen Kommentar
Erforderliche Felder sind mit * markiert. Dein Nachname wird größtenteils zensiert angezeigt (z.B. Max M.).